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Restaurierung des Kriegerdenkmals hl. Georg

Restaurierung des Kriegerdenkmals Besch

In der Zeitung vom 13. Juni 1922: M Besch, 13. Juni. Am hl. Dreifaltigkeitsfeste fand hier die feierliche Grundsteinlegung des Denkmals für die gefallenen Krieger statt. Nach der Andacht versammelte sie die ganze Gemeinde nebst vielen Auswärtigen vor der Kirche, wo das Denkmal auch seinen Platz finden wird. Die Feier wurde eingeleitet durch ein Musik- und Gesangsstück des hiesigen Musikvereins und Kirchenchores. Darauf hielt der Vorsitzende des Denkmalausschusses, Herr Wilh. Hemmen eine rührende zu Herzen gehende Ansprache, in der er auf die Bedeutung und das Zustandekommen des Denkmals hinwies. Das Denkmal wird den hl. Georg zu Pferde im Kampfe mit dem Drachen darstellen nebst den Gedenktafeln der gefallenen Krieger und zugleich auch als Altar zu Fronleichnam benutzt werden wegen seiner Lage unmittelbar vor der Kirche. Darauf wurde die Urkunde verlesen, die unter dem Gesange des „Beni creator“ in den Grundstein eingesenkt wurde. Der Herr Pastor segnete hierauf den Grundstein ein und tat die drei ersten Hammerschläge mit den Worten: „ Gott zur Ehr, den gefallenen zum Ruhm, den Lebenden zur Lehr!“ Hierauf trat die ganze Gemeinde an den Grundstein heran, um die drei Hammerschläge zu tun und ein Scherflein für das Denkmal zu opfern. Die Einweihung desselben wird voraussichtlich Ende Juli oder Anfang August stattfinden können.
Am 12. Juli 1926 fand dann endlich die Einweihung des Denkmals statt.

Kriegerdenkmal

Im Zweiten Weltkrieg wurde es dann zerstört, und die Gedenktafeln verschwanden. Beim Kirchenumbau Anfang der1960ger Jahre wurde das Denkmal zur Seite gestellt bis es restauriert werden kann. Die Sandsteine wurden unbehandelt hin und her geschoben bis sie mittlerweile unbrauchbar wurden.

Quelle Kreisheimatarchiv Museum Schloss Fellenberg.

In der SZ vom 23/24. 6.1990 stand:

Takenplatten heimgekehrt

Zieren Gedenkstätte auf dem Bescher Friedhof

Besch(je). Abschied und Heimkehr sind die Themen der beiden Takenplatten, die Ortsvorsteher Günter Linster im Lothringischen an einem Haus rechts und links neben der Haustür angebracht fand. „dort gehörten sie aber wirklich nicht hin, sondern zu uns nach Besch, wo sie in den letzten Kriegstagen verschwunden waren“, so Linster. Nach einem Gespräch mit dem Hausbesitzer, begleitet von einer Flasche Schnapses, durfte Linster die beiden Platten mitnehmen. Jetzt sind sie an der Friedhofmauer zu sehen, im neugestalteten Umfeld ein besonderer Blickpunkt sind.

Die linke Platte zeigt einen jungen, ins Feld ziehenden Soldaten. Seine Frau, ein kleines Kind auf dem Arm, nimmt bewegt Abschied. Das rechte Bild hat die Heimkehr festgehalten. Die Frau kommt mit ausgebreiteten Armen auf ihren Mann zu. Das Kind, in den Jahren der Abwesenheit des Vaters groß geworden, reicht ihm einen Blumenstrauß. Nicht wenige Betrachter werden beim Anschauen der Platten an den zweiten Weltkrieg erinnert, als die Heimkehrer, die Spätheimkehrer zumal, sich fragend nach ihren Kindern umblickten, den Blick suchend auf die kleineren Nichten und Neffen gerichtet, bevor sich ihre Augen ungläubig weiteten beim Erkennen der großgewordenen Sprösslinge.
Nach 45 Jahren Frieden steigen in den Kindern von damals beim Anblick der beiden Tankplatten seltsame Gefühle auf.
Die Spätheimkehrer aus jenen Tagen deckt längst der Rasen, aber der oft, mit Klos im Hals, gesprochene Satz „nie mehr Krieg“ hat seine Gültigkeit behalten.

Jetzt mehr als 65 Jahren nach dem Krieg soll nun das Denkmal wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden. Jeder der mithelfen will das Denkmal zu restaurieren und wieder herzustellen ist rechtherzlich zu einem ersten Gespräch am Dienstag, den 26. Februar 2013 um 18,00Uhr eingeladen. Wir treffen uns im Büro der Firma Hippert, Nennigerstrasse. 4, 66706 Besch.

Wer noch Fragen hat wendet sich bitte an:

Günter Leuck Tel: 06867-5143.